Nachhaltigkeit ist ein Thema was mittlerweile in fast allen Bereichen des täglichen Lebens Einzug erhalten hat. Auch im Bereich der Modebranche wird das Thema immer bedeutender. So ist der Umsatz mit GOTS-zertifizierten Textilien zwischen 2013 und 2015  von 9,6 Millionen Euro auf 53 Millionen Euro angestiegen. (Quelle: Marktbeobachtungen für Umweltpolitik). In einem aktuellen Artikel des Harpers Bazaar, einem international erscheinenden Modemagazin aus den USA, heißt es, “dass Nachhaltigkeit zu einem der beliebtesten Themen des Jahres” geworden ist. Auch laut der Modesuchmaschine Lyst, war Nachhaltigkeit 2018 eines der wichtigsten Themen in der Modebranche. So seien die Suchanfragen nach nachhaltigen Begriffen wie “veganes Leder”, “Biobaumwolle” oder “Econyl” um 47% angestiegen.

Ist in der Modebranche vom Thema Nachhaltigkeit die Rede, so wird oft zwischen “Fast Fashion” und “Slow Fashion” unterschieden.

Die Green Fashion Week definiert “Slow Fashion” als Mode die darauf abzielt, die Geschwindigkeit der Produktion, des Verbrauchs und der Entsorgung zu verringern, indem man den Einkauf stärker wertschätzt. Aber auch die verwendeten Materialien, Hersteller und Herstellungsprozess sind im Bereich der “Slow Fashion” wichtige Faktoren, um ethisch einwandfrei zu sein, ohne die Qualität zu beeinträchtigen.

“Fast Fashion” wird von der Green Fashion Week dagegen beschrieben “als der Prozess, der Nachahmung von Trends und Stilen der großen Designer auf dem Laufsteg.” Die Produktion dieser Mode erfolgt oft zu einem niedrigen Preis, was sich wiederum im Retailpreis wiederspiegelt und den Kunden so einen schnellen Zugang ermöglicht. Dies ist nur aufgrund unethischer Praktiken möglich.

Slow Fashion ist nicht nur nachhaltig sondern auch haltbar. Sie erfüllt ihren Zweck über mehr als eine Saison hinaus und kann insbesondere im Bereich der Kindermode an die nächste Generation weiter vererbt werden. Faire Arbeitsbedingungen, natürliche, nachwachsende oder recycelte Materialien sowie schonende Produktionsprozesse, sind es, die letztendlich zur Haltbarkeit der Kleidungsstücke beitragen und so einen höheren Kaufpreis für den Kunden rechtfertigen.

Nachhaltigkeit liegt uns sowohl als Verbraucher wie auch als Unternehmen sehr am Herzen. Daher legen wir großen Wert auf qualitativ hochwertige Kinderkleidung, die auch aus nachhaltiger Produktion stammt. Ein Großteil unserer Marken verwenden Bio-Stoffe. Die meisten sind OEKO-Tex oder sogar GOTS-zertifiziert.

Nachhaltigkeit muss jedoch nicht immer einen Stempel haben. Insbesondere junge Labels haben oftmals nicht sofort die finanziellen Möglichkeiten, ihre Textilprodukte zertifizieren zu lassen. Für uns ist wichtig, dass ein Partnerunternehmen insbesondere die Kriterien erfüllt die Slow Fashion auszeichnen.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für Euch?