Warum ich jetzt in Wolle schlafe – und meine Kinder auch.

 

Ich schlafe gerne. Sehr gerne. Und gerne “durch”. Mein Schlafverhalten hat sich aber  ziemlich schnell und ziemlich stark geändert, als meine Tochter zur Welt kam. Glücklicherweise war sie eines der Kinder, die “easy” waren. Sie hat überall und immer geschlafen, mit 6 Monaten bin ich ein Mal nachts ab und an aufgestanden, weil sie ein Fläschchen wollte.

Dann kam Baby Nr. 2. Ein Schrei-Baby. An Schlafen war nicht mehr zu denken. Der kleine Mann hat bis ca 7-8 Monate fast nie mehr als 2h am Stück geschlafen. Weder am Tag, noch in der Nacht. Als ich wirklich nicht mehr weiter wusste, haben wir uns Hilfe geholt. Vom Osteopathen, bei der Schrei- und Schlafambulanz, bei Kinderärzten  und so weiter. Es wurde besser, in kleinen Schritten. Eine befreundete Kinderärztin riet mir zum einen nachts eher kälter zu schlafen und zum anderen, ihn in Wolle zu kleiden.

Wer mich kennt, kann sich mein Gesicht vorstellen. In Wolle schlafen? Da kratzt es mich schon bei dem Gedanken. Aber, auch das half! und ich stellte mir dann die Frage, was ich dem Kleinen nachts anziehe.

 

Ich habe mich also in die “Wolle”-Thematik eingelesen. Und was ich da gefunden habe, hat mich wirklich erstaunt und zu einem Wolle-Liebhaber gemacht. Wolle scheint nicht nur den Schlaf von Babys positiv zu beeinflussen, sondern auch den der Erwachsenen. Wolle ist wirklich toll: es hält den Körper schön warm, wenn es kalt ist und auf der anderen Seite kühlt es den Körper, wenn es heiß ist. Außerdem kann es wirklich viel Feuchtigkeit aufnehmen und hält somit die Haut trocken.  Wer hätte geglaubt, dass wir selbst im Sommer in Wolle schlafen?

 

Und selbst die Wissenschaft belegt tatsächlich, dass wir in Wolle besser schlafen. Es ist also nicht nur ein subjektiver Eindruck, den wir in unserer Familie gewonnen haben. In einer Schlafstudie, in der die Schlafeigenschaften von Babys dokumentiert wurden, wurde herausgefunden, dass 67% der Babys, die auf Baumwolle schlafen, diese schreiend aufwachen – im Vergleich zu nur 30% “schreienden” Babys, die auf Wolle schlafen. Sogar die durchschnittliche Schlafdauer hat sich bei den “Woll-Babys” verlängert. Sie schlafen im Durchschnitt 7 Stunden 35 Minuten vs. Baumwolle. 7 Stunden 15 Minuten und Synthetik 7 Stunden 10 Minuten. (Quelle: University of Sydney – Australia, Woolmark)

 

Aber die Studienergebnisse sind nicht nur für Babys, sondern auch für Erwachsene sehr interessant: Eine Doktorarbeit an der University of Sydney (Quelle: hier ) behandelt den Zusammenhang von verschiedenen Materialien (Wolle, Baumwolle und Poyester) und dem Schlaf. Die unterschiedlichen Eigenschaften von Stoffen haben einen Einfluss auf die Schlafdauer und Qualität. So zeigen die Ergebnisse, dass insb. in heißer Umgebung – nämlich bei 29 Grad – die Teilnehmer in Woll-Schlafanzügen länger schlafen, schneller einschafen und weniger oft aufwachen. Die Kombination aus Wolle-Schlafanzug und Wolle-Bettbezug/Decke zeigte in kalter (17 Grad) und neutraler (22 Grad) Umgebung einen effizienteren Schlaf im Vergleich zu den Teilnehmern, die nicht in Wolle schliefen (Quelle: hier und hier)

 

Da bin ich also – begeistert von Wolle. Und seit dem ich tolle Schlafanzüge aus Wolle/Seide oder Merinowolle/Seide entdeckt habe, gibt es für die Kinder nichts mehr anderes. Und das Beste – aus Sicht einer “Working Mom” – Wolle ist super einfach zu waschen und pflegen. Man muss nur wissen, wie! Unsere Schlafanzüge können alle problemlos in der Waschmaschine und dem Trockner gewaschen werden. Die Schlafanzüge und Schlafsäcke hänge ich auch oft “nur” zum Auslüften raus. Mehr zur Pflege von Wolle gibt es übrigens auch hier. Und wenn auch ihr zu Woll-Enthusiasten werden wollt, bei juliusophie bekommt ihr, wonach ihr sucht!